Zahl der Minijobber liegt weiterhin bei 6,8 Millionen

Mehr als 20 Prozent der neu Beschäftigten zahlen Beiträge zur Rentenversicherung

In Deutschland waren zum Stichtag 30. September rund 6,8 Millionen Minijobber im gewerblichen Bereich beschäftigt. Dies geht aus dem aktuellen Quartalsbericht der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) hervor. Im Vergleich zum Vorquartal ist ein Rückgang um 1,4 Prozent, im Vorjahres-Vergleich eine leichte Steigerung um 0,7 Prozent zu verzeichnen. Seit der Neuregelung der geringfügigen Beschäftigung im Jahr 2003 und auf Grundlage eines gesicherten Datenbestands seit Dezember 2004 hat die Gesamtzahl der Minijobber lediglich um 2,2 Prozent zugenommen. Zum Vergleich: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erhöhte sich im selben Zeitraum um 11,8 Prozent.

Der Zuwachs an Minijobbern ist zum Teil der vergleichsweise starken Zunahme an Anmeldungen von Hilfen in Privathaushalten geschuldet. Die Zahl dieser von staatlicher Seite besonders geförderten Beschäftigungen hat von Dezember 2004 bis September 2013 um nahezu 150 Prozent zugenommen und liegt jetzt bei rund 256.000.

Seit Januar 2013 müssen neu beschäftigte Minijobber Beiträge zur Rentenversicherung zahlen, es sei denn, sie widersprechen der Regelung, 3,9 Prozent ihres Einkommens bzw. 13,9 Prozent in Privathaushalten abzuführen. Zum 30. September dieses Jahres waren 21,4 Prozent der Minijobber im gewerblichen Bereich und 19,7 Prozent der Minijobber in Privathaushalten mit einem Beschäftigungsbeginn ab dem 1. Januar 2013 rentenversicherungspflichtig beschäftigt. Insgesamt haben am 30. September dieses Jahres 14,2 Prozent der Minijobber im gewerblichen Bereich und 11,8 Prozent der Minijobber in Privathaushalten eigene Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt. Diese Minijobber haben einen Anspruch auf alle Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung und die Möglichkeit zu „riestern“.

Der Anteil der Minijobber an der Gesamtzahl der Arbeitnehmer ist im Jahr 2012 um 0,4 Prozent zurückgegangen. Er liegt bei 19,1 Prozent. Im Vergleich zu den Erwerbstätigen ist die Zahl der Minijobber ebenfalls leicht um 0,3 Prozent gesunken. Hier beträgt der Anteil 17 Prozent.

Durchschnittlich hat ein Minijobber im gewerblichen Bereich im Jahr 2012 rund 265 Euro, im Privathaushalt rund 181 Euro verdient. Minijobs sind in der Mehrzahl der Fälle eine vorübergehende Beschäftigungsform. Rund 72 Prozent der geringfügigen Beschäftigungen bestand zum 30. September seit längstens drei Jahren. Gut drei Viertel der rund 1,9 Millionen Arbeitgeber von Minijobbern hatten zum 30. September maximal drei Minijobber beschäftigt.

Keine Veränderung gab es bei der Geschlechterverteilung unter den Minijobbern: 61,3 Prozent der geringfügig Beschäftigten im gewerblichen Bereich sind Frauen. In Privathaushalten sind knapp 91 Prozent der Hilfen weiblichen Geschlechts. Im gewerblichen Bereich sind die meisten Minijobber in den Wirtschaftszweigen Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie im Gastgewerbe beschäftigt.

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